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Das „Global Warming Potential“ (GWP), zu Deutsch das Erderwärmungspotenzial, spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Kältemittels für Wärmepumpen. Natürliche Kältemittel wie Propan, die ein GWP von nur 3 aufweisen, sind hinsichtlich des Klimaschutzes deutlich überlegen. Sie stehen im starken Kontrast zu den häufig verwendeten fluorierten Kohlenwasserstoffen (FKW und HFKW), die GWP-Werte von über 2000 erreichen können und somit ein hohes Treibhauspotenzial besitzen.

R290, auch bekannt als Propan, dient in Wärmepumpen als Kältemittel, basierend auf Propangas. Dieses natürlich vorkommende und nahezu unbegrenzt verfügbare Gas besitzt ausgezeichnete thermodynamische Eigenschaften und eignet sich hervorragend für den Einsatz in Wärmepumpen sowie in Kühl- und Klimaanlagen. Aufgrund der Brennbarkeit von Propan müssen entsprechende Wärmepumpen strengen Sicherheitsstandards genügen.

In einer idealen Welt ist ein Kältekreis hermetisch abgedichtet und bleibt über die gesamte Lebensdauer der Heizungs-anlage geschlossen. Dennoch können undichte Stellen oder die unsachgemäße Entsorgung alter Anlagen zur Freisetzung erheblicher Mengen klimaschädlicher Substanzen führen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, Kältemittel mit einem möglichst niedrigen GWP zu wählen, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie die F-Gas-Verordnung, zielen darauf ab, die Verwendung von schädlichen Kältemitteln einzudämmen. Sie schreiben vor, dass die Verkaufsmengen von teilfluorierten Kohlenwasserstoffen bis 2030 auf 20% der im Jahr 2015 festgelegten Ausgangsmenge reduziert werden müssen. Darüber hinaus gelten strenge Vorschriften für die Dichtheitsprüfung, die Kennzeichnung und die Entsorgung von Kältemitteln, um die Umweltbelastung zu senken.

Gesetzlich ist eine jährliche Dichtheitsprüfung nur bei Anlagen vorgeschrieben, die eine bestimmte Menge an CO2-äquivalenten Treibhausgasen überschreiten. Trotzdem ist eine regelmäßige Überprüfung der Heizungsanlage grundsätzlich empfehlenswert, um langfristige Effizienz und Umweltverträglichkeit zu gewährleisten. Wärmepumpen mit integriertem Kältekreislauf bieten den Vorteil, dass sie in der Regel weniger Wartungsaufwand erfordern und gleichzeitig sehr klimafreundlich sind. Für eine zukunftssichere Heizungsanlage empfiehlt es sich, Wärmepumpen zu wählen, die natürliche Kältemittel mit niedrigem GWP verwenden. Diese sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern können auch zur Reduzierung der Betriebskosten und zur Einhaltung neuer Umweltauflagen beitragen. Produkte, die innovative Technologien nutzen, um die Emissionen von Treibhausgasen zu minimieren, stellen eine kluge Investition für jeden Haushalt dar und unterstützen das Ziel eines nachhaltigen, klimafreundlichen Heizens.